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AC2020 1700 Jahre Jüdisches Leben in Köln - eine Tagesexkursion Führung durch die Synagoge, Besichtigung des entstehenden Museums MiQua (Bauzaunführung und Erörterung zum Museumskonzept)

Beginn Do., 30.09.2021, 09:00 - 20:00 Uhr
Kursgebühr 48,00 €
Dauer 1x
Kursleitung Angelika Weide

Gemeinsam mit der Volkshochschule Lengerich Westfalen und dem Volkshochschulkreis Lüdinghausen, begeben wir uns auf die Spuren jüdischen Lebens in Köln.
Der Tag beginnt mit einer Führung durch die Synagoge, die sich im Stadtteil Neustadt-Süd an der Roonstraße gegenüber dem Rathenauplatz befindet. Sie ist das Zentrum der Synagogen-Gemeinde Köln. Internationale Beachtung fand die Synagoge beim Besuch des Papstes Benedikt XVI. während des Weltjugendtages im August 2005. Die Synagogen-Gemeinde Köln ist mit 4.071 Mitgliedern (Stand: 2020) eine der größten jüdischen Gemeinden in Deutschland.
Das Gebäude ist im Stil der Neuromanik gestaltet. Der Grundstein wurde am 23. Oktober 1895 gelegt, die Einweihung erfolgte am 22. März 1899 durch Rabbiner Abraham Frank. Am 9. November 1938 wurden in der Reichspogromnacht alle sieben Synagogen in Köln von den Nationalsozialisten verwüstet und teilweise zerstört. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau durch Luftangriffe beschädigt.
Wiedereröffnet wurde die im Äußeren mit geringen Veränderungen wiederhergestellte und im Inneren vereinfachte Synagoge nach zweijähriger Bauzeit unter der Leitung des Architekten Helmut Goldschmidt am 20. September 1959.
Mit der Besichtigung der im neuromantischen Stil gehaltenen Synagoge werden wichtige Aspekte des jüdischen Glaubens erläutert und Kultgegenstände erklärt sowie die Geschichte der 1895 erbauten und in der Reichspogromnacht zerstörten Synagoge umrissen. Nach der Besichtigung erwartet Sie ein kulinarisches Erlebnis im integrierten Restaurant: Ihnen wird eine koschere Mahlzeit gereicht, dazu eine Einführung in die Speisevorschriften der jüdischen Küche, ebenso bleibt Zeit für Fragen und Diskussion.
Aus Sicherheitsgründen müssen die Namen, Vornamen, Geburtsdaten und Geburtsort aller Besucher angegeben werden, auch der Personalausweis ist mitzubringen. Alle männlichen Besucher werden gebeten, an eine Kopfbedeckung zu denken.
Am Nachmittag besichtigen Sie den Platz vorm Kölner Rathaus, wo derzeit in und über den archäologischen Denkmälern ein neues Museum entsteht, das MiQua (LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln), dessen Konzept Ihnen der Museumskurator vorstellt. Das neue Museum im Quartier greift Themen rund um jüdisches Leben aus Geschichte und Gegenwart auf. Ein Rundweg im Untergeschoss wird Sie im Museum durch Befunde der Römerzeit wie auch des mittelalterlichen jüdischen und Goldschmiedeviertels der Stadt führen. Im Museumsneubau stehen Geschichte und Kultur der jüdischen Bevölkerung Kölns, von deren Ausweisung im Jahr 1424 bis in die Gegenwart im Fokus. So wird deutlich, wie eng verknüpft jüdische und nichtjüdische Geschichte waren und sind.
Anschließend wird allen Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, entweder in der Columba Kirche die Original-Urkunde des 321 von Kaiser Konstatin erlassenen Edikts anzusehen oder einfach ein Kölsch in der Altstadt zu genießen.
Die Abfahrt aus Köln erfolgt gegen 18:00 Uhr




Kursort

Roonstr. 50
50674 Köln

Termine

Datum
30.09.2021
Uhrzeit
09:00 - 20:00 Uhr
Ort
Roonstr. 50, Köln, Synagogen-Gemeinde Köln